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Europa – Eine unterschätzte Region

Trotz Sorge um Griechenland & Co. langfristig überzeugende Perspektiven / Beste Berichtssaison seit fünf Jahren

Frankfurt, 1. Juni 2010 – Die Experten von J.P. Morgan Asset Management appellieren, trotz der anhaltenden Turbulenzen im Euroraum die Chancen für die Anlageregion nicht aus den Augen zu verlieren. Diese Haltung ist konträr zur allgemeinen Marktmeinung, denn bei der aktuellen Fondsmanager-Befragung der Bank of America Merrill Lynch waren europäische Aktien nur wenig populär und erreichten fast das Allzeit-Tief vom Februar 2009. „Doch in der Vergangenheit hat es sich bewährt, in einer solchen Phase investiert zu bleiben“, unterstreicht Karsten Stroh, Leiter des Produktmanagements für europäische Aktienfonds bei J.P. Morgan Asset Management in London. Es gelte, den Aufschwung nach einer solchen Korrektur nicht zu verpassen, der innerhalb von sechs Monaten durchschnittlich 20 Prozent und innerhalb von 12 Monaten bis 25 Prozent betragen könne. So auch 2009: „Viele Investoren blenden derzeit aus, dass die Anlageregion Europa gerade erst im letzten Jahr mit 32,2 Prozent eine deutlich bessere Wertentwicklung als andere entwickelte Märkte wie beispielsweise die USA oder Japan zeigte. Doch diese Rallye haben viele Anleger verpasst“, betont Stroh.

Auch die Euroschwäche ist laut dem Experten nicht nur negativ zu beurteilen. So ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar immer noch sehr weit von seinem Tiefststand von 0,8230 am 26. Oktober 2000 entfernt. „Auch wenn der Euro zurzeit eine Schwächeperiode erlebt, so nimmt seine globale Bedeutung als Handelswährung und Währungsreserve stetig zu“, sagt Stroh. So seien die internationalen Währungsreserven in Euro seit dessen Einführung im Jahr 1999 stark gestiegen. Bei einem Anteil von anfangs nur 18 Prozent machten sie mittlerweile rund 30 Prozent aus. Im selben Zeitraum seien die US-Dollar-Währungsreserven dagegen von 71 auf 61 Prozent gesunken. Aufgrund der konservativen Geldpolitik der EZB sollte der Euro dieses Vertrauen auch zukünftig genießen. „Bei der aktuellen Euroschwäche sollten Anleger ihr Augenmerk eher auf die positiven Effekte legen – schließlich verbilligt sie europäische Exporte in die USA und die Schwellenländer und wirkt so wie ein ‚Absatzbeschleuniger’. Dies und die anziehende Weltkonjunktur sollten zu einer weiteren Belebung der Exporte europäischer Unternehmen beitragen“, so der Experte.

Mikro- statt Makroperspektive fokussieren

Die aktuelle Nachrichtenlage zu Europa macht allerdings nur wenig Appetit auf eine Anlage in der Region. Derzeit stehen vor allem wirtschaftliche Sorgen im Fokus. Schieflage der Staatsfinanzen in Südeuropa, stagnierender Binnenkonsum und eine hohe Arbeitslosigkeit in einigen europäischen Ländern. „Die schlechten Nachrichten beziehen sich jedoch auf die volkswirtschaftliche, also die Makroebene. Auf der Mikroebene der Unternehmen bietet Europa dagegen langfristig attraktive Perspektiven: Europas Unternehmen sind die Hauptgewinner der Globalisierung und haben sich in den vergangenen Monaten durch Restrukturierungen und Kostensenkungen extrem wettbewerbsfähig aufgestellt. Dieses Potenzial sollten Anleger nicht unterschätzen“, erläutert Stroh.

So ist Europa einer der größten integrierten Wirtschaftsräume und mit über 500 Millionen Menschen einer der wichtigsten Absatzmärkte der Welt. Europäische Unternehmen konzentrieren sich jedoch nicht nur auf ihre regionalen Nachbarn. Ein Großteil der Firmen richtete sein Geschäftsmodell in den letzten Jahren konsequent weltweit aus und nutzt damit die Chancen, die eine stetig zunehmende Globalisierung bietet. Dabei setzen viele bei ihrer Globalisierungsstrategie nicht nur auf Export, sondern auch auf lokale Präsenz: Unter den zehn Unternehmen mit dem höchsten Internationalisierungsgrad – gemessen am Wert der ausländischen Vermögenswerte –befinden sich beispielsweise sechs europäische Firmen.

Als Exportweltmeister nimmt Europa den ersten Platz im Welthandel ein. Mehr als 40 Prozent aller Exporte haben ihren Ursprung in den Staaten der Europäischen Union. Neben dem in Europa sehr wichtigen intra-regionalen Handel sind die USA mit Abstand der wichtigste Handelspartner der EU. Unter den Top 10-Handelspartnern für europäische Exporte befinden sich mit Russland, China, der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Indien auch fünf Schwellenländer. Dabei ist der Warenwert der drei erstplatzierten Länder Russland, China und Türkei mit 346,7 Milliarden US-Dollar bereits heute fast so hoch wie der Exportwert in die USA – mit steigender Tendenz. Dieser Trend sollte weiter anhalten: Die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre, in denen sich aufstrebende Länder dem Weltmarkt öffneten, setzt sich fort. Deshalb eröffnen europäische Unternehmen heute bereits Niederlassungen in Ländern wie Kasachstan oder Pakistan – der nachrückenden Riege der Emerging Markets-Länder. „Anleger sollten also bedenken, dass sie mit einer Anlage in europäische Aktien auch immer ein gutes Stück Wachstum aus den aufstrebenden Schwellenmärkten kaufen – und das mit einer auch im historischen Vergleich äußerst niedrigen Volatilität“, so Karsten Stroh.

Beste Berichtssaison seit fünf Jahren

Aufgrund der starken Handelsbeziehungen weltweit sind europäische Unternehmen eng mit dem globalen Wirtschaftszyklus verknüpft. Dies hat sich 2008 und Anfang 2009 beim dramatischen Absturz der Weltwirtschaft negativ ausgewirkt und Europas Unternehmen unter Druck gesetzt. Doch mittlerweile deuten viele Indikatoren darauf hin, dass die globale Wirtschaftserholung auf festeren Beinen steht. „Ein Beleg hierfür ist die Berichtssaison im ersten Quartal, die die besten Ergebnisse seit fünf Jahren brachte. So konnten 71 Prozent der europäischen Unternehmen positiv überraschen“, betont Stroh. Anders als in der jüngeren Vergangenheit lagen die guten Ergebnisse aktuell jedoch weniger an den umgesetzten Restrukturierungen, sondern an wieder erstarkten Umsatzzahlen. „Doch auch diese erfreuliche Entwicklung wurde von den Ereignissen auf der Makroseite in den Schatten gestellt“, so der Experte.

Ein interessanter Einstiegszeitpunkt

Nur wenige Investoren haben Europa aktuell im Anlagefokus. Denn andere Märkte scheinen auf den ersten Blick bessere Ertragschancen zu bieten. Anleger sollten dabei jedoch beachten: Europa ist im globalen Aktienmarktzyklus eher am Ende angesiedelt und setzt üblicherweise erst zu einer Rallye an, wenn sich die Aufwärtsbewegungen an anderen Märkten bereits deutlich verlangsamen. Dies lässt sich aktuell bereits beobachten: Während das Gewinnmomentum in den Schwellenmärkten und den USA seinen Höchststand bereits überschritten hat, steigt es in Europa weiter an. Aktuell sind europäische Aktien im Vergleich zu anderen Anlageklassen wie Anleihen attraktiv bewertet. Dabei fällt besonders die Dividendenrendite ins Auge. In den Krisenjahren 2008 und 2009 haben viele Unternehmen einen deutlich geringeren Anteil der Gewinne ausgeschüttet als üblich. Die Dividendenzahlen fielen entsprechend gering aus. Doch im Zuge eines Erstarkens der Weltwirtschaft sollten auch die Unternehmensgewinne wieder steigen. Vieles deutet deshalb auf eine Renaissance der Dividende hin. Gerade in Europa gibt es eine Vielzahl attraktiver Dividendentitel. So bieten derzeit über 60 Prozent des kontinentaleuropäischen Marktes eine höhere Dividendenrendite als die reale Anleihenrendite. In Großbritannien sind es sogar knapp 70 Prozent des Marktes.

„Für Anleger gibt es genügend Gründe, die Region Europa wieder positiv zu bewerten. Für langfristig orientierte Investoren könnten sich jetzt ein geeigneter Einstiegszeitpunkt und wertvolle Ertragschancen bieten“, so das Fazit des Experten.
 
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Weitere Informationen und Argumente sind unter www.weloveeu.de zu finden.

JPMorgan Funds – Europe Strategic Value Fund
Fondsmanager: Michael Barakos
Benchmark: MSCI Europe Value Index
Auflegungsdatum: Februar 2000
ISIN A (dist) – EUR: LU0107398884
WKN ISIN A (dist) – EUR: 541461
Wertentwicklung März 2009 - März 2010: 59,37 %

JPMorgan Investment Funds – Europe Strategic Dividend Fund
Fondsmanager: Michael Barakos
Benchmark: MSCI Europe Index Total Return Net
Auflegungsdatum: 24. Februar 2005
ISIN A (dist) – EUR: LU0247987802
WKN A (dist) – EUR: A0JJ5S
Wertentwicklung März 2009 - März 2010: 60,06 %

JPMorgan Funds – Europe Focus Fund
Fondsmanager: Patrick Vermeulen, Beltran Lastra
Benchmark: MSCI Europe Index
Auflegungsdatum: März 2006
ISIN A (dist) – EUR: LU0169524351
WKN A (dist) – EUR: A0DNKD
Wertentwicklung März 2009 - März 2010: 68,54 %

Wichtige Informationen
Die Einschätzungen, die in diesem Dokument vertreten werden, basieren auf Informationen von J.P. Morgan Asset Management per 1. Juni 2010. Die Einschätzungen sollen dabei nicht als Anlageempfehlung verstanden werden. Alle Informationen basieren auf Quellen, die J.P. Morgan Asset Management als verlässlich betrachtet. J.P. Morgan Asset Management kann allerdings keine Garantie für die Richtigkeit übernehmen.
Der Wert und die Rendite einer Investmentanlage können sowohl steigen als auch fallen. Eine positive Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für eine zukünftige positive Wertentwicklung, und Anleger erhalten u.U. nicht den investierten Betrag zurück. Anlagen in Fremdwährung können Währungsschwankungen unterliegen und dadurch die Rendite positiv wie negativ beeinflussen. Investitionen in Schwellenländern können einer höheren Volatilität unterliegen und damit auch ein höheres Risiko für Ihr eingesetztes Kapital darstellen. Alle Angaben beziehen sich auf die Anteilklasse A unserer Luxemburger Umbrellafonds. J.P. Morgan Asset Management veröffentlicht ausschließlich produktbezogene Informationen. Dies ist keine auf die individuellen Verhältnisse des Lesers abgestimmte Handlungsempfehlung. Informieren Sie sich stets vollständig im aktuellen Verkaufsprospekt (Stand: Dezember 2009). Zeichnungen und Anträge auf Rücknahme können nur auf Basis des aktuellen ausführlichen Verkaufsprospekts und des letzten Jahres- bzw. Halbjahresberichtes getätigt werden. Diese sind kostenlos erhältlich beim Herausgeber: in Deutschland JPMorgan Asset Management (Europe) S.à r.l., Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, D-60311 Frankfurt sowie der Zahl- u. Informationsstelle, J.P. Morgan AG, Junghofstraße 14, D-60311 Frankfurt; in Österreich JPMorgan Asset Management (Europe) S.à r.l., Austrian Branch, Führichgasse 8, A-1010 Wien sowie der Zahl- u. Informationsstelle UniCredit Bank Austria AG, Schottengasse 6-8, A-1010 Wien.






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