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Aktien aus den Schwellenländern sind die Top-Favoriten der Finanzberater

Berater wittern in unterschiedlichen Segmenten Chancen für 2012. An der Spitze stehen Aktien aus den Schwellenländern gefolgt von breit investierenden Mischfonds und attraktiven Unternehmensanleihen.

Die Investmentbranche startet abwartend in das Jahr 2012. Waren Anlageberater im vergangenen Jahr vor allem positiv gestimmt für Aktien, ist der Blick zwischenzeitlich auch auf andere Segmente gerückt. Zwar favorisieren Finanzberater immer noch Aktien aus den Emerging Markets, Rohstoffaktien mussten ihren zweiten Platz indes an Mischfonds abgeben. Den dritten Platz auf den Empfehlungslisten nehmen Unternehmensanleihen ein. Dies zeigt ein aktuelles Stimmungsbild, das J.P. Morgan Asset Management während des FONDSkongresses vom 25. bis 26. Januar 2012 in Mannheim unter rund 200 Vertriebsexperten ermittelt hat. Die befragten unabhängigen Finanzberater, Mitarbeiter von Banken, Sparkassen oder Versicherungen hatten die Möglichkeit, drei Anlageklassen auszuwählen. Investments in Staatsanleihen oder Aktien aus den Vereinigten Staaten hingegen nahmen auf den Favoritenlisten der Vertriebsexperten die hinteren Plätze ein. Im Mittelfeld bewegten sich Anleihen aus den Schwellenländern, rund 1/3 der Vermögensberater halten diese Papiere für attraktiv.

Innerhalb der Wachstumsnationen haben Aktien die Nase vorn
Wie die Auswahl der empfohlenen Anlageklassen vermuten lässt, erwarten die Befragten ein uneinheitliches Anlagejahr. Bei einem isolierten Blick auf die Wachstumsregionen dieser Welt sind viele Berater sowohl für Aktien als auch für Anleihen aus den Schwellenmärkten positiv gestimmt: Zwar stehen Anleihen lediglich auf Platz fünf der Empfehlungsliste, dennoch rechnen knapp 42 Prozent der Profis damit, dass die Bonds aus den Emerging Markets überdurchschnittlich wachsen werden. Ihre Favoriten sind hier: Unternehmensanleihen, Lokalwährungsanleihen sowie Anleihen im Investment-Grade-Bereich, also Papiere von Schuldnern, die von den Ratinggesellschaften als hochwertig eingestuft werden. Auch die Chancen für Aktien aus den Wachstumsregionen werden positiv gesehen. So rechnen drei von vier Beratern in diesem Segment mit überdurchschnittlich starken Steigerungen. Allerdings prognostizieren viele Profis, dass dieser Schub von Schwankungen begleitet sein wird. Es zeigt sich jedoch, dass knapp 25 Prozent der Berater selbst nicht in diesem interessanten Wachstumsmarkt investiert sind. „Zukünftig werden wir Wachstum vornehmlich in den Emerging Markets sehen. Anlegern mit einem langfristigen Investmenthorizont empfehlen wir deswegen, sukzessive Positionen in diesem aussichtsreichen und an Bedeutung zunehmenden Segment aufzubauen“, kommentiert Christoph Bergweiler, Vertriebsleiter von J.P. Morgan Asset Management. Während er für risikofreudige Anleger insbesondere Aktien meint, eignen sich für Investoren mit geringerem Risikoappetit Anleihen aus dem Segment Investment-Grade.

Erfahrung, lokale Expertise und Wertentwicklung sind Entscheidungskriterien für Fondsauswahl
Neben den Markteinschätzungen sollten die Vertriebsprofis auch ihre drei wichtigsten Kriterien für die Fondsauswahl bei der Anlage in Schwellenländern benennen. Bei ihrer Wahl für einen Emerging-Markets-Fonds stellt für die Berater die Erfahrung in Schwellenländern-Investment den wichtigsten Aspekt dar. Ebenfalls von großer Bedeutung ist die lokale Expertise vor Ort. Erst auf dem dritten Platz steht die Wertentwicklung des jeweiligen Produkts. Ein Qualitätsmerkmal, das ebenfalls hohe Bedeutung hat, ist die vertriebliche Unterstützung der Fondsgesellschaft. „Für uns spielt der Servicegedanke eine elementare Rolle bei der Unterstützung unserer Partner“, sagt Vertriebschef Bergweiler, der auf dem FONDSkongress gemeinsam mit Deutschland-Chef Peter Schwicht den ersten Platz in der Kategorie Servicequalität für sein Team entgegennahm.